FAMRA – Das finstere Söldnerlager des Spätmittelalters

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Bilder: Hohenwestedt (26.05.2007)

2007

Marktbericht: Die Mär vom Kehlenschneider

29.05.2007, 19:40
Was ist Euch denn über die Leber gelaufen? War der Markt so schlecht? Scheine ja nichts verpasst zu haben. So habe ich auch Hohenwestedt in Erinnerung. *g*
30.05.2007, 02:04
Ich hasse Regen. Aber das war eigentlich schon alles, was ich negatives berichten könnte, denn der Regen war ja eigentlich nur beim Abbau nervig, ansonsten war er zum Glück spärlich. Es war ein toller Markt, FAMRA hat auch Level 2 eines entspannten Marktes gut gemeistert, auch wenn niemand (außer unseren geliebten Halbarmgambiträgern) weiter von der Taverne entfernt war als wir. Gisbert sieht das nicht gerne, daß man uns vom Bier so weit entfernt. Die Taverne war jedoch nah genug, daß Zaryna ihre ärztlich verordnete Medizin in üppigen Mengen verdrückt, während ein Offizier großes Lob für eine gelungene Darstellung des Hauptmanns der Pestwachen erntete und Rekrut Amreth in die Annalen der Pest eingehen wird als der, der die meisten Stäbe pro Pest mit reinem Körpereinsatz ruiniert hat. All das wurde gefolgt von einem Feuerwerk, das einen geschätzten Jahresumsatz verschlungen haben muß... Auch die mystischen mytholonischen Verbindungen wurden wieder reichlich gepflegt und in Anspruch genommen, und man kann sich fragen, ob wir neuerdings Metall trinken, denn tagsüber ist FAMRA deutlich häufiger im Gelb-Schwarzen Söldnerparadies zu sehen als an der Taverne. Dafür hat diese nun ihre Krüge wieder. Sowas kann man allerdings freundlicher formulieren. Wenn man mal die Abkanzelung durch Arnaud mit der locker-flockigen Art von Schankgehilfen Helge vergleicht, weiss man wieder, wie sehr der Ton die Musik macht. Natürlich haben wir wieder eifrig am Weltuntergang gearbeitet und uns dabei reihenweise selbst untertroffen. So manches mal wollte man sich instinktiv umsehen, ob er nicht gerade begonnen hat. Da dem aber nicht so war, musste halt der ein oder andere Klotz des reichlich vorhandenen(!), fertig kleingehackten(!) und trockenen(!) Feuerholzes zernagelt werden. Merke: Ist der Gast besoffen und klein, haut sie besser rein. Nä wat war das Jägermeisterimitat ecklich, dann lieber noch nen Kehlenschneider. Dazu gabs natürlich noch allerlei kurzweyl durch die umliegenden Lager, und die vielkritisierte Heerlagerfeuershow war von meiner Position im Lager der Marenkas (d.h. ohne Ton) echt klasse. An den ersten zwei Abenden wähnte man sich wieder im Jahre 2001 dank einer Otalchu-Revival-Gruppe, aber die Nachtruhe erwischt sie alle, und es ist ziemlich spannend, wie rundherum alle Lager Anschi.... nahegelegt bekommen, daß das Baby schläft (was es eindeutig nicht tat, das Geheule war schliesslich in der ersten Nacht laut und deutlich zu hören), während FAMRA still und ruhig seinen Spaß hat. So die allgemeinen Lagerformalitäten haben prima geklappt, Aufbau, Kochen, Abwasch, Abbau, Authentik, Finanzen und die Imagepflege funktionierten so gut, daß man von einem wahrhaft eingespielten Team reden muß -- obwohl Amreth und Zaryna ihre jeweiligen gesundheitlichen Probleme mit sich herumtrugen und sowohl bei Auf- und Abbau keine volle Mannstärke vorhanden war. An dieser Stelle geht auch ein ganz ganz ganz dickes Lob an Gast Sarah, die Arbeit gesehen und erledigt und geholfen hat, als ob sie seit Jahren dabei ist. Der Montag stand dann im Zeichen des bionischen Söldners: zwölf mal fauler als ein normaler Söldner. Aber klasse Essen, trotz Griannes Reis-Alpträumen. Ein gelungener Abschied war dann Rabenschrey, die die Heerlager baten, doch ihrem letzten Konzert beizuwohnen, was in einer sackpfeifenfreien Heerlagerparty mündete, bei der die Band sich mehrfach in einer Zeitschleife wiederfand, Janus berichtete bereits. Man rockte zu "Weg nach Valhall" und textete spontan Lieder in FAMRA um. Dazu noch das Experiment, wie viele Fahnen man übereinander halten kann, um das höchste anwesende Banner zu erhalten, ein "Hööööy FAMRA!"-Chor während der Fotorekrut ein Panorama von der Bühne aus versucht anzufertigen (was ihm letzten Endes deswegen nicht gelang), und die vom selben Rekruten ge (er-)lebte Axe-Werbung, und man hat genug Spaß gebunkert, um den ätzend nassen Abbau in Minimalbesetzung in dennoch respektablen 2 Stunden zu schaffen. Fazit: Weiter so!
30.05.2007, 14:33
Nur, um zu zeigen, dass ich auch da war (bin in dem Moe-Blog scheinbar wissentlich nicht erwähnt worden;-), so wird das nix mit der Beförderung), auch ein paart Zeilen von mir. Erstmal hatten wir schweineglück mit dem Wetter, denn zum einen wurden wir (wie nicht alle Heerlager) in den Buchenwald verfrachtet (für die älteren: GENAU denselben Platz wie 2000), was ein Durchweichen des Lagers nicht zulies. Zum anderen sahen die Wetterprognosen weitaus schlimmer aus. Auch der Boden hat sich als aufbauwilliger erwiesen, als zunächst erahnt. Das Lager sah, selbst auf dreckigem Waldboden, 1A aus! :-) Die muffige Stimmung, die Brendex erwähnte, konnte ich in unserem Lager nicht ausfindig machen, aber dafür war sie leider sehr häufig auf dem MArkt anzutreffen. Angefangen beim chronisch genervten Hiller-Team, bis hin zu genervten Schankwirten und stocksteifen Heerlagern. Das war in Rastede anders, aber die Dunkelheit im Wald schlägt scheinbar so manchem aufs Gemüt. Uns hats nicht angesteckt. Es wurde genagelt und getrunken, wie eh und je. Eine Lagerfeuerrunde kam diesmal allerdings nicht zustande, was zum einen an der spärlichen Besettzung lag und zum anderen an der Entfernung zum Marktgeschehen. War jetzt aber nicht so dramatisch. Apropo: nicht so dramatisch. ich fand den Kehlschneider (sieht man vom Preis ab) nicht so wild :-). Aber als Söldnergetränk wird es sich wohl nicht durchsetzen. Was war noch zu erwähnen? Ach ja, die geile MArkteröffnung am Sonntag, die von Famra angeführt wurde. Spontane Aktionen, wie einem Pärchen, dessen männlicher Teil auf der Eröffnungsbühne, seinem Weibchen einen Antrag gemacht hat, Spalier zu stehen, zeigt, wie eingespielt die Söldner sind. Nun gilt es, die nächste Ausgabe der "Geolino" abzugreifen und ich bestelle direkt an der Quelle beim BR den Beitrag, wo wir in voller Kamerapose auf die Bühne zuschreiten. Fazit: Auch wenn sehr kräfteraubend, war es schön, mal wieder da zu sein. Das der Mai mit 3 Terminen (davon 2 mit Überlänge) hart würde, wussten wir und wir haben es mit den paar Mann gewuppt bekommen. Dank an alle und natürlich noch ein ganz herzliches Dankeschön, an die, die meinen Krempel am Montag abgebaut haben... ich werde mich revanchieren. Freue mich, euch alle wiederzusehen :-)
30.05.2007, 17:17
Rekrut Amreth freut sich berichten zu können, das alles 1A in der Garage ist. Und .............. (dramatische Pause) ....... es sind alle Zelte, Sonnensegel, Felle, Decken, Säcke und Lagerabsperrungen TROCKEN (!!!) verstaut! Amreth der Fönige
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